ping24/7 führt die Flextime ein und zieht Bilanz

Über den frühen Vogel und die Nachteule


Vor einigen Monaten haben wir bei uns in der Agentur die „Flextime“ - sprich das Homeoffice - eingeführt. Die Mitarbeiter können so durch mehr Vertrauen und Freiheiten selbst entscheiden, wo und wann sie arbeiten. Jetzt, ein halbes Jahr später, möchten wir unser erstes Resümee ziehen.

Zunächst einmal ist Homeoffice in Deutschland alles andere als verbreitet. Statistisch dürfen weniger als 10% der Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz frei wählen. Das mag auf der einen Seite daran liegen, dass wir eine Industrienation sind und Produktionsarbeiter ihre Arbeit schlecht daheim erledigen können. Auf der anderen Seite sind viele der Überzeugung, dass das Homeoffice zu viele Nachteile mit sich bringt: Weniger Produktivität, schlechtere Kommunikation und schlechtere Work-Life-Balance aufgrund von ständiger Erreichbarkeit. Doch so negative Auswirkungen kann das Homeoffice nicht haben, wenn es bei unseren europäischen Nachbarn an immer größerer Beliebtheit gewinnt. Beispielsweise wurde in den Niederlanden am 1. Juli 2015 beschlossen, dass jeder Arbeitnehmer ein Rechtsanspruch auf Heimarbeit hat, wenn der Arbeitgeber nicht belegen kann, dass die Abwesenheit der Arbeitnehmer nicht tragbare Nachteile mit sich bringt.

"Die Kreativität kennt keine Arbeitszeiten, schließlich kommen die besten Ideen zu den unmöglichsten Zeiten und an den ungewöhnlichsten Orten. Da ist es ideal, auch mal von daheim, im Park oder am See arbeiten zu können (Johannes)"

Das gute Arbeitsklima und das gegenseitige Vertrauen erschienen als die ideale Basis für den Schritt zum Homeoffice. So wurde Mitte dieses Jahres die Flextime ins Leben gerufen. Und was sollen wir sagen? Wir sind positiv überrascht, wie verantwortungsbewusst jeder einzelner Mitarbeiter mit diesem Thema umgeht. Statt alles Knall auf Fall liegen zu lassen und in die eigenen vier Wände zu flüchten, wurden unzählige Fragen, wie beispielsweise über Datenschutz und Erreichbarkeit, gestellt. Auch wurde in den ersten Wochen das Angebot recht zögerlich genutzt. Doch mit der Zeit, und gerade während der heißen Sommertage, blieben die Mitarbeiter immer öfters daheim. Wie selbstverständlich werden die täglichen Meetings per Videokonferenz gehalten. Fragen oder Probleme werden innerhalb kürzester Zeit per Chat geklärt und die Präsenztage werden genutzt, größere Projekte zu besprechen oder Meetings und Geschäftstermine zu realisieren.

Wir können bisher keine der Vorurteile, wie geringere Produktivität oder ein schlechteres Miteinander, bestätigen. Im Gegenteil: Die Mitarbeiter wirken glücklich und auch die Geschäftsleitung ist mit der Entwicklung sehr zufrieden, so dass sie diesen Schritt nicht bereuen und weiterhin an der Flextime festhalten wird.