Zu Besuch auf der microxchg

Wenn sich einzelne Artefakte zu etwas großartigem zusammenfügen


News 02/16 microxchg

Vom 04. bis 05. Februar fand zum zweiten Mal die microxchg in Berlin statt. Im Mittelpunkt der Konferenz standen Wissensaustausch, Diskussion und Know-how Transfer rund um das Thema Microservices. Dabei handelt es sich um einen Softwarearchitekturstil, welche in den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit gewonnen hat. Die Grundidee von Microservices ist es, möglichst kleine, unabhängige und einzeln deploybare Softwareartefakte zu erstellen, die dann getrennt voneinander laufen und sich unabhängig voneinander weiterentwickeln lassen. Im Idealfall kann ein Microservice einfach durch eine neue Implementierung ausgetauscht werden, da Microservices generell klein gehalten werden sollen. So lange die Schnittstelle des Service eingehalten wird, ergeben sich sonst keine Abhängigkeiten zwischen den Softwareartefakten. Da Microservices ihre Laufzeitumgebung (z.B. Docker-Container) gleich mitbringen, kann in ihnen grundsätzlich jede für die Anforderungen passende Technologie zum Einsatz kommen. Auch Frameworks werden damit nur zur Abhängigkeit des Microservices, nicht aber des Gesamtsystems. So können verschiedenste Technologien ihren Stärken nach eingesetzt werden. Microservices werden dabei wie vertikale Slices an Bounded Contexts geschnitten und bringen, falls erforderlich alle vertikalen Bestandteile mit: d.h. auch Datenhaltung und Frontend.

Unser Kollege Robert schildert, wieso ihn diese Konferenz so begeistert hat:

"Namhafte Unternehmen wie Amazon und Netflix verwenden bereits erfolgreich Microservices. Die Architektur von Amazons als auch Netflix besteht inzwischen fast ausschließlich aus Microservices. Alleine beim Video-Streamingdienst Netflix sind über 600 dieser Artefakte im Dienst, Tendenz steigend. Dabei ist es nicht nur interessant zu erfahren, welche positiven Erfahrungen die Konzernriesen gemacht haben. Auch die negativen Erfahrungen, Fehler und Best-Practices kleinerer Unternehmen helfen einen besseren Eindruck über die Einsatzgebiete des Architekturstils zu bekommen.

Am ersten Tag war die Konferenz eher von den Grundlagen getrieben, am zweiten wurden dann tendenziell mehr praktische Umsetzungsmöglichkeiten und in dem Zusammenhang sinnvoll einsetzbare Technologien und Tools gezeigt. Man konnte man sehr viel an Wissen mitnehmen. Und da sich in einem Jahr viel ändern kann, freue mich auf nächstes Jahr. Dann soll die microxchg, laut Betreiber, einen technischeren Fokus bekommen und noch mehr in die Details gehen."